Traugott Bautz Daoismus und Gelassenheit
16.90 CHF*
Beschreibung
In diesem Buch wurden folgende neue Thesen aufgestellt: 1. Chinesischen Gelehrten geht es traditionellerweise meistens um den Unterschied von wuwei und youwei bei Laozi. Hier wurde jedoch v.a. die Identität von wuwei und youwei betont; 2. Weiterhin wurde die Hundun-Geschichte als der Höhepunkt im Denken Zhuangzis dargestellt; 3. In der Auseinandersetzung mit Guo Xiang wurde die Identität von wuwei und youwei als absolutes wuwei herausgestellt; 4. Das von Heidegger unbefriedigt erklärte Nicht-Wollen wurde durch die Nicht-Struktur des Daoismus, wie ich meine, befriedigender erörtert; 5. Ausserdem wurde der Wesenscharakter des heideggerschen Denkens als Anwesen-lassen bezeichnet und der des Daoismus als Erzeugen-lassen; 6. Schliesslich wurde die Identität von Gelassenheit und Ge-stell behauptet und begründet. Es wurde vor allem aber dargestellt, dass Heideggers Denken vielseitig von daoistischem Denken inspiriert ist. Durch die Veröffentlichung von Heideggers Nachlass erhalten wir immer mehr Beweise dafür, dass Heidegger sich bewusst mit dem daoistischen Denken auseinandergesetzt hat, oder zumindest daoistische Begriffe und Argumentationsstrategien verwendet. Dieser ostasiatische Einfluss wurde und wird leider nur von relativ wenigen deutschen Heidegger-Forschern bemerkt oder betont. Diese Arbeit will daher einen Beitrag dazu leisten, zu zeigen, wie tief Heideggers Begriff der Gelassenheit von dem daoistischen Begriff des wuwei beeinflusst ist.